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Vertrag (Holschuld)

Begriff und Bedeutung

Ein Vertrag begründet Rechte und Pflichten.

Zur Erfüllung einer Schuld sind vorbereitende Handlungen (Leistungshandlungen) für die Leistungserfüllung erforderlich. Die Handlungen können Bringen, Schicken oder Abholen einer Leistung (z.B. Ware) sein.

Bei der Holschuld muss der Schuldner dem Gläubiger die geschuldete Leistung zur Abholung anbieten. Der Ort der Leistungshandlung (Leistungsort) liegt bei der Holschuld beim Schuldner. Der Gläubiger hat die Leistung beim Schuldner abzuholen.

Beispiel: Bei einer Sachleistung ist die Holschuld der gesetzliche Regelfall. Die Warenschuld ist Holschuld. Denn soweit die Parteien nichts vereinbart haben oder sich aus der Natur des Schuldverhältnisses nichts anderes ergibt, hat der Schuldner die Leistung an dem Ort zu erbringen, an welchem er zur Zeit der Entstehung des Schuldverhältnisses seinen Wohnsitz oder die gewerbliche Niederlassung hat (§ 269 BGB@). Der Ort der Leistungshandlung liegt regelmäßig beim Schuldner.

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2017