jura-basic (Vertrag Holschuld Leistungsort) - Grundwissen
   
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Vertrag (Holschuld)

Leistungsort

Der Leistungsort ist der Ort, an dem der Schuldner seine Leistungshandlung vorzunehmen hat (siehe Leistungsort).

Soweit die Parteien nichts vereinbart haben, hat der Schuldner die Leistung grundsätzlich an dem Ort zu erbringen, an welchem er zur Zeit der Entstehung des Schuldverhältnisses seinen Wohnsitz/gewerbliche Niederlassung hat (§ 269 BGB@).

Liegt der Leistungsort beim Schuldner, hat der Gläubiger die Leistung (z.B. Sache) beim Schuldner abzuholen.

Daher wird diese Schuld als sog. Holschuld bezeichnet. Da sie in § 269 BGB@ geregelt ist, ist die Holschuld der gesetzliche Regelfall, d.h. immer dann, wenn die Parteien keine Vereinbarung über den Leistungsort getroffen haben oder aus der Natur des Schuldverhältnisses sich nichts anderes ergibt, liegt Holschuld vor.

Bei der Holschuld sind der Leistungsort (Ort der tatsächlichen Handlung) und der Erfolgsort (Ort der Vertragserfüllung) identisch. Sie liegen beim Schuldner.

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Seite aktualisiert: 15.01.2012, Copyright 2018