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Arbeitsverhältnis (Arbeitszeit, Überstunden)

Begriff und Bedeutung

Die Überarbeit ist die Arbeit, welche die für das konkrete Arbeitsverhältnis normale Arbeitszeit überschreitet.

Beispiel: Wird bei einer 30-Stunden-Woche, mehr als 30 Stunden gearbeitet, ist dies ein Fall von Überstunden. Die individuell vereinbarte Arbeitszeit wird überschritten.

Der Arbeitnehmer schuldet nur die Arbeitszeiten, die vereinbart sind. Zu Überstunden ist er nicht verpflichtet, wenn der Arbeitgeber keine Berechtigung zur Anordnung von Überstunden hat. Daher enthalten Arbeitsverträge regelmäßig Regelungen zu Überstunden.

Überstunden sind zulässig, solange die Überstunden nicht gegen gesetzliche Arbeitszeitregelungen verstoßen.

Ein Verstoß gegen die Regelungen der Arbeitszeit stellt eine Ordnungswidrigkeit dar (§ 22 ArbZG@).

Bei Überstunden sind die gesetzlichen Regelungen zur Mehrarbeit zu beachten.

Nach § 3 ArbZG@ darf die werktägliche Arbeitszeit von 8 Stunden auf 10 Stunden verlängert werden (sog. Mehrarbeit).

Beispiel: Ein Arbeitgeber kann die werktägliche Arbeitszeit auf bis zu zehn Stunden ausdehnen. Bei einem regelmäßigen 6 Stunden- Arbeitstag sind werktäglich bis zu vier zusätzliche Stunden möglich. Die Höchstarbeitszeit hat der Arbeitgeber bei der Gestaltung des Arbeitsvertrags zu beachten.

Ob Überstunden zu vergüten sind, ist abhängig vom Einzelfall (siehe Überstundenvergütung).

Der Arbeitgeber ist verpflichtet ein Verzeichnis für Überstunden zu führen, die über die wertägliche Arbeitszeit von 8 Stunden (§ 3 ) hinausgehen (§ 16 Abs. 2 ArbZG@).

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Seite aktualisiert: 22.05.2017, Copyright 2018