jura-basic (KUG Bildnis Belegschaftsfotos) - Grundwissen
   
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Urheberrecht (Recht am eigenen Bild)

Belegschaftsfotos

Vom Fotograf erstellte Belegschaftsfotos sind entweder Lichtbilder oder Lichtbildwerke (siehe Foto).

Hinsichtlich der abgebildeten Personen ist das Recht am eigenen Bild nach § 22 KUG@ zu beachten.

Probleme können auftreten, wenn eine auf dem Foto abgebildete Person aus dem Arbeitsverhältnis ausscheidet.

Nach dem LAG Köln darf der Arbeitgeber ein Gruppenfotos (Belegschaftsfoto) mit dem ausgeschiedenen Arbeitnehmer auch nach Beendigung des Arbeitsverhältnisses auf seiner Internetseite veröffentlichen (LAG Köln, 10.07.2009 - 7 Ta 126/09), solange der Arbeitnehmer nicht widerspricht. Der Arbeitgeber darf grundsätzlich von einem Fortdauern der Einwilligung des ehemaligen Mitarbeiters ausgehen (so auch LAG Rheinland-Pfalz, 30.11.2012 - 6 Sa 271/12), wenn das Foto keinen Illustrationszwecken diene und der Arbeitnehmer nicht besonders herausgestellt werde.

Etwas anders gilt bei einem Portraitfoto zwecks Vorstellung des Mitarbeiters, z.B. als Service-Mitarbeiter. In diesem Fall kann der Arbeitgeber nicht von einem Fortdauern der Einwilligung des ausgeschiedenen Mitarbeiters ausgehen. Der Arbeitgeber hat die personenbezogenen Daten samt Foto des ausgeschiedenen Arbeitnehmers von der Homepage zu nehmen (Hess LAG 24. Januar 2012 - 19 SaGa 1480/11). Die Entscheidung betrifft eine angestellte Rechtsanwältin, deren Foto trotz dem Ausscheiden aus einer Kanzlei weiter auf der Homepage der Kanzlei erschien.

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Hinweise

Seite aktualisiert: 15.04.2017, Copyright 2017